Daheim

Cremiger Genuss auf dem Kaffeetisch: Whoopie Pies

Womit kommt die denn jetzt, denkt Ihr euch eventuell. Whoppie Pies, das ist doch schon ein alter Hut…naja nicht ganz. Die große Trendphase der Whoopie Pies ist zwar schon vorbei, aber irgendwie haben sich die Rezepte für die kleinen Kuchen erst jetzt in meine Küche geschmuggelt. Für alle, die wie ich im Fall Whoopie, eine längere Leitung haben: Was verbirgt sich hinter dem Namen Whoopie Pie und wie ist das Gebäck herzustellen? Alle Infos zum Whoopie inklusive meiner zwei Lieblingsrezepte bekommt Ihr in dem heutigen Beitrag.

Der Whoopie Pie (oder auch Gob) ist ein amerikanisches Produkt: Ein weicher Doppelkeks, der im Original mit einer Mischung aus Marshmallowcreme, Butter und Zucker gefüllt ist und meist industriell hergestellt wird. Bekannt ist er seit den 1920er Jahren.

Optisch ähneln die Whoopie Pies den Macarons – das ist dieses französische Baisergebäck, das auch vor ein paar Jahren zu den Food Trends gehörte. Der Unterschied: Bei Whoopies sind die Kekse, die die Creme umschließen, saftig und weich. Im Gegensatz zu meinen Erfahrungen mit Macarons sind Whoopies schnell und einfach gebacken.

 

Hättest du´s gewusst?

„Whoopie“ ist in den USA ein Ausruf der Überraschung oder Begeisterung. 
Whoopie Pies auf Platte
Im Gegensatz zu Macarons haben Whoopie Pies einen weichen Keksdeckel.

 

Wer hat´s erfunden?

In den USA haben Whoopie Pies vor allem an der Ostküste eine lange Tradition.

Der tatsächliche Ursprung der Whoopie Pies ist allerdings ungeklärt. Häufig wird behauptet, es wäre eine Erfindung der deutschstämmigen Amischen, die sog. Pennsylvania Dutch. Das lässt sich jedoch nicht belegen.

Im Januar 2011 entstand zwischen den Bundesstaaten Maine und Pennsylvania ein „Whoopie War“. Grund dafür: Ein Gesetzesentwurf, wonach der Whoopie Pie zum offiziellen Gebäck des Bundesstaates Maine deklariert werden sollte. Für die Pennsylvania ein Unding. Sie wehrten sich mit einer Petition an den Senat und den Gouverneur von Maine, mit Facebook-Gruppen und anderen Aktionen. In 2012 entschied dann das Parlament des Bundesstaates Maine, dass der Whoopie zum offiziellen State Treat (Staatsleckerbissen) und der Blueberry Pie zum offiziellen State Dessert erklärt werden soll.

In beiden US-Staaten werden allerdings zahlreiche Whoopie-Pie-Festivals abgehalten.

Die saftigen kleinen Kuchen sind inzwischen auch bei uns beliebt und oft auf Candybars zur Hochzeit und zum Geburtstag zu finden. Grund dafür: Sie schmecken nicht nur gut, sondern sehen auch wunderschön aus und lassen sich leicht mit der Hand essen. Die Geschmacksrichtungen sind vielfältig. Am häufigsten findet man den Whoopie aber mit Schokolade.

Whoopie Pies
Cremige Whoopie Pies ergänzen den Kaffeetisch perfekt.

Wie wird´s gemacht?

Der typische Rührteig für Whoopies ist schnell zubereitet. Einfach alle Zutaten zusammen fügen und fertig. Besondere Zutat in vielen Rezepten: Buttermilch. Vorteilhaft ist auch, dass man den Teig leicht färben kann und sich dadurch eine bunte Palette an Möglichkeiten ergibt.

Gebacken werden die kleinen Küchlein entweder in einer Whoopie-Pie-Backform. Die sieht ein bisschen wie eine flache Muffin Backform aus und verleiht den Küchlein eine schöne Wölbung. Man kann den Teig aber auch direkt per Spritzbeutel mit großer Rundtülle auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech spritzen. Für eine optimale Größe am besten einen Durchmesser von sechs Zentimetern wählen.

Die Whoopie Pies schmecken am besten, wenn sie frisch gemacht sind. Sollte noch ein bisschen Zeit bleiben, bis die Whoopie-Varianten mit Sahne auf den Tisch kommen, dann lieber noch die Kleinen noch im Kühlschrank aufbewahren.

Die Whoopie-Kekse kann man bis zu einer Woche in luftdicht verschlossenen Dosen aufbewahren, bevor man sie füllt. Oder die Kekse einfrieren und für den nächsten Besuch auftauen und füllen. Fertig zubereitete Whoopies hingegen halten sich zwei bis drei Tage im Kühlschrank.

Bei meinen zwei Lieblingsrezepten brauch ich mir keine Gedanken machen, wie ich evtl. Reste lagern soll. Ruck zuck sind die verputzt J Gefunden hab ich das Rezept für den Rübli-Whoopie bei blondieundbrownie  – eine schöne saftige Alternative. Davon kann man nicht genug kriegen.

Viel Spaß beim Ausprobieren.

Rübli-Whoopie
Durch Karotten wird der Rübli Whoopie besonders saftig.

Rübli-Whoopie

Als Zutaten braucht ihr:

  • 200 g Karotten
  • 100 g gemahlene Haselnüsse od. Mandeln
  • 60 g zimmerwarme Butter
  • 180 g (Dinkel) Mehl
  • 1 TL Backpulver
  • 100 g Zucker
  • 1 Ei

Für die Creme:

  • 100 ml Buttermilch
  • 70 g Puderzucker
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • 200 g Doppelrahmfrischkäse
  • 50 g Butter (zimmerwarm)

Die Zubereitung geht dann ganz schnell:

  1. Ofen auf 190° Ober-/Unterhitze vorheizen.
  2. Karotten schälen und fein raspeln. Karottenraspeln mit einem Küchenpapier vorsichtig trocken tupfen.
  3. Butter im Topf langsam schmelzen.
  4. Mehl, Backpulver, Zucker und Haselnüsse mischen.
  5. Das Ei zwei Minuten lang schaumig rühren.
  6. Buttermilch und zerlassene Butter nacheinander unterrühren.
  7. Dann die Mehlmischung und die Karottenraspeln unterheben und ca. fünf Minuten ruhen lassen.
  8. Die Masse mit zwei Esslöffeln zu Häufchen, auf zwei mit Backpapier belegte Bleche geben.
  9. Nacheinander im Ofen auf mittlerer Schiene ca. 15 Minuten backen und auf dem Blech auskühlen lassen.

Für die Zubereitung der Creme Puderzucker, Butter und Vanillezucker fünf Minuten cremig rühren. Den Frischkäse langsam unterrühren und die Creme in einen Spritzbeutel füllen. Jetzt die Hälfte der Kekse mit der Creme füllen, jeweils einen Keks draufsetzen, leicht andrücken und mit Puderzucker bestäuben.

Nährwerte: 172 kcal / 742 kJ; Eiweiß 3,4 g; Fett 9,8 g; davon gesättigte Fettsäuren 4,5 g; Kohlenhydrate 17 g; davon Zucker 6,4 g; Ballaststoffe 0,6 g; Salz 0,1 g

 

Käse Sahne Whoopie
Weicher Biskuitteig ergänzt mit fruchtiger Sahne – besser geht’s nicht.

Käse-Sahne-Whoopie

Für den Biskuitteig braucht Ihr:

  • 3 Eiweiß (Größe M)
  • 1 Prise Salz
  • 75 g Zucker
  • 3 Eigelb (Größe M)
  • 50 g Weizenmehl
  • 25 g Speisestärke

Für die Füllung:

  • 3 Maracujas (je etwa 50 g)
  • 150 g Magerquark
  • 50 g Zucker
  • 1 Pck. Sahnesteif
  • 200 g Schlagsahne
  • 1 EL Puderzucker

Außerdem etwas Tortenspitze.

Für die Zubereitung befolgt Ihr einfach folgende Schritte:

  1. Den Backofen vorheizen. Ober-/Unterhitze etwa 180°C bzw. Heißluft etwa 160 °C
  2. Eiweiß und Salz mit einem Mixer auf höchster Stufe steif schlagen und dabei den Zucker einrieseln lassen. Das Eigelb unterschlagen. Mehl mit Stärke mischen und mit einem Schneebesen unterheben.
  3. Den Teig in einen Spritzbeutel mit Lochtülle (Ø etwa 1 ½ cm) geben. 20 runde Kleckse (Ø ca. 7 cm) mit genügend Abstand auf 2 mit Backpapier belegte Backbleche spritzen.
  4. Die Backbleche nacheinander (bei Heißluft ruhig zusammen) in den vorgeheizten Backofen schieben. Die Whoopies etwa 12 Minuten je Backblech backen.
  5. Die Whoopies mit dem Backpapier vom Blech auf ein Kuchenrost ziehen und kalt werden lassen.
  6. In der Zwischenzeit die Maracujas halbieren. Das Fruchtmark herauslösen und in einer Schüssel mit dem Quark glatt rühren.
  7. Zucker mit Sahnesteif mischen. Sahne steif schlagen und dabei die Zuckermischung einrieseln lassen. Die Sahne unter die Quarkmasse heben.
  8. Die Quarkcreme in den Spritzbeutel mit Lochtülle geben und in Tupfen auf die glatte Seite von 10 Whoopies spritzen. Die restlichen Whoopies mit der Wölbung nach oben daraufsetzen und leicht andrücken.
  9. Zur Dekoration die Tortenspitze auf die Whoopies legen. Den Puderzucker drüber sieben und dann die Spitze vorsichtig abnehmen. Fertig.

Nährwerte: 97 kcal / 403 kJ; Eiweiß 3g; Fett 4,4 g; davon gesättigte Fettsäuren 0,4 g; Kohlenhydrate 11 g; davon Zucker 7 g; Ballaststoffe 0,2 g; Salz 0,1 g

 

Viel Spaß beim Naschen,

Eure Tina

 

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