Daheim

Kuchen mit Tradition: Mini-Gugl als Geschenk aus der Küche

 

Weihnachten – das Fest der Liebe und der Familie. Überall ist es warm, gemütlich und riecht so gut. So zumindest ist es Weihnachten für mich. Ich liebe die Vorweihnachtszeit und bin durch und durch zufrieden. Endlich Plätzchen backen, Punsch trinken, in der Kälte über den Weihnachtsmarkt laufen, im Sessel sitzen und Lesen, mit Freunden lecker kochen….Und dann – die Feiertage an sich. Nach Hause fahren und Traditionen mit der Familie pflegen. Wir schmücken den Baum, packen Geschenke ein,  schlürfen ein Glas Sekt und Essen gemeinsam.

Das ist einfach herrlich!

Wie in jedem Jahr bin ich mit meinen Geschenken auch schon jetzt wieder Anfang Dezember mit allem fertig. Es macht mir so viel Spaß mir Sachen zu überlegen, die anderen Freude bereiten und sie damit zu beschenken. Nur eine Sache fehlt mir noch. Etwas selbst gemachtes aus der Küche. Darüber freuen sich immer alle am meisten. Ideen gibt es genug. Wie soll man sich da entscheiden….beim Stöbern bin ich auf ein Kuchenrezept gestoßen, das schlussendlich die Entscheidung gebracht hat. Doch nicht irgendein Kuchen. Dieses Jahr gibt es „Mini-Weihnachtsgugl“.

Der Gugl hat Tradition und passt somit perfekt in die gemütliche Weihnachtszeit. Der Gugelhupf (abgeleitet von Gugel „Kapuze“) ist ein Kuchen aus Hefeteig, der oft mit Rosinen verfeinert wird. Er wird in einer typischen, hohen Kranzform aus Metall, Keramik, Glas oder Silikon mit einer kaminartigen Öffnung in der Mitte gebacken. Rezepte für einen Gugelhupf existieren seit dem 17. Jahrhundert.  Alte Kochbücher belegen, dass es lange Zeit kein Standardrezept für diese Art von Kuchen gab. Je nach Region, festlichem Anlass und wirtschaftlichem Vermögen wurde der Gugel aus Hefe-, Rühr- oder Biskuitteig gebacken. Manchmal ganz einfach oder mit aufwendigen Zutaten, zum Beispiel viel Butter, Mandeln, Zitrone oder Rosinen und mit Schokolade überzogen.

Mini-Gugl_Rohlinge

 

Der Gugl und die Weihnachtszeit

Es gibt noch einen Grund, warum der Guglhupf so besonders gut in die Weihnachtszeit passt. Eine Legende besagt, dass die Heiligen Drei Könige auf ihrem Rückweg von Bethlehem das Elsass bereist hätten und dort herzlich empfangen wurden. Zum Dank haben sie ihren Gastgebern einen Kuchen gebacken, dessen Form an ihren Turban angelehnt war – der Gugelhupf war geboren.

Die Legende mit den Heiligen Drei Königen ist eine schöne Geschichte, um sie zu erzählen, während man das Geschenk aus der Küche überreicht. Liebevoll verpackt sind die Mini-Gugl der absolute Hingucker.

Besonders gut zur aromatischen Weihnachtsküche passen zwei meiner Lieblingsrezepte.

Ich habe sie in einem Backbuch von „DerGugl“  entdeckt und kann nicht genug von ihnen kriegen.

 

Lebkuchen-Gugl

Zutaten (reicht für 18 Mini-Gugl):

  • 1 Schokoladenkuchen
  • 60 g Butter
  • 60 g Zucker
  • 1 großes Ei
  • 100 ml Eierlikör (alternativ Orangensaft)
  • 60 g Mehl
  • ½ TL Backpulver
  • Abrieb von ½ unbehandelten Orange
  • 80 g weiße Kuvertüre
  • 80 g Zartbitterkuvertüre

Mini-Gugl_Verzieren

Zubereitung:

  1. Die Oblate vom Schokoladenlebkuchen so gut wie möglich lösen. Den Lebkuchen in sehr kleine Würfel schneiden, so dass er später durch die Öffnung der Spritztülle passt.
  2. Den Backofen auf 200 °C vorheizen. 2 kleine Töpfe für die Kuvertürenwasserböder aufsetzen und zum Köcheln bringen.
  3. Butter und Zucker schaumig schlagen. Erst das Ei hinzugeben und unterrühren, dann den Eierlikör. Das Mehl und das Backpulver dazugeben und alles zu einem glatten Teig verrühren. Die Lebkuchenwürfelchen und den Orangenabrieb vorsichtig unterheben, bis eine gleichmäßige Masse entstanden ist. Mit einer Spritztülle die Silikonformen zu ungefähr 2/3 füllen.
  4. Die Gugl etwa 8 Minuten backen. In der Zwischenzeit die weiße und die Zartbitterkuvertüre zum Schmelzen bringen.
  5. Die fertigen Gugl abkühlen lassen und vorsichtig aus den Förmchen drücken.
  6. Zuerst in die dunkle Kuvertüre etwa bis zur Hälfte eintauchen und hart werden lassen. Dann die weiße Kuvertüre in einen Einmalspritzbeutel einfüllen, eine winzige Spitze abschneiden und die Gugl verzieren. Oder eine Gabel in die Kuvertüre eintauchen und über jeden Gugl feine Schokostreifen ziehen.

Nährwerte: Energie 95 kcal/ 413 kJ; Fett 5 g; davon gesättigte Fettsäuren 3 g; Kohlenhydrate 9,4 g; davon Zucker 6,7 g; Ballaststoffe 0 g; Eiweiß 1,3 g; Salz 0 g

 

Domino-Gugl

Zutaten:

  • 100 g Dominosteine
  • 90 g Butter
  • 70 g Zucker
  • 2 Eier
  • 1 Msp. Backpulver
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 90 g Mehl
  • 2 EL Milch

Lebkuchen_Mini-Gugl

Zubereitung:

  1. Backofen auf 200°C vorheizen. Dominosteine mit dem Messer erst in Scheiben, dann in Streifen schneiden, so dass die Teilchen in kleine Würfel zerfallen.
  2. Butter, Zucker, Eier, Backpulver und Vanillezucker zu einem dickflüssigen Teig verrühren. Gesiebtes Mehl nach und nach dazugeben und alles gut vermengen. Ist der Teig noch zu zäh, ein wenig Milch unterrühren.
  3. Zum Schluss die Dominowürfelchen hinzufügen und vorsichtig untermengen.
  4. Masse in den Spritzbeutel geben und damit die Silikonform zu 2/3 füllen.
  5. Etwa 12 Minuten backen, abkühlen lassen und Gugl vorsichtig aus der Form drücken.

Nährwerte: Energie 104 kcal/ 460 kJ; Fett 5,7 g; davon gesättigte Fettsäuren 3,2 g; Kohlenhydrate 11,2 g; davon Zucker 7,1 g; Ballaststoffe 0,4 g; Eiweiß 1,7 g; Salz 0 g

Mini-Gugl_Geschenktueten

Falls ihr noch nicht genug von den kleinen Minikuchen habt, dann kann ich euch als Inspirationen für die kleinen Glücklichmacher auch den „Torta della Nonna“ von Gugl-Glück oder den Lebkuchen-Mini-Gugl von der Sonntagsköchin empfehlen. Ein Blick lohnt sich – auch wenn gerade nicht Weihnachten ist.

 

Frohe Weihnachten und fröhliches Backen!

Eure Tina

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