Daheim

Kürbis – Märchenhaftes Herbstgemüse

Endlich ist er da – der Herbst. Bunte Blätter, die letzten Sonnenstrahlen und die Kürbiszeit hat angefangen. Juchu Kürbis! Ich bin ein absoluter Fan dieses runden, orangenen Gemüses. Seit ich Cinderella gesehen habe und diese wunderschöne Disney-Prinzessin zu ihrem ersten Date mit dem Prinzen in einer Kürbiskutsche fährt, ist es um mich geschehen! Zudem wird auch bei uns Halloween immer beliebter  und ein Halloween ohne Kürbis – das geht ja mal gar nicht. Mittlerweile begeistert er mich aber nicht nur in den Disney-Filmen, sondern auch durch seine anderen tollen Eigenschaften. Kürbis kann noch viel mehr!

 

Hast du das gewusst? 
Der Kürbis ist die größte Beere der Welt! 
Wie Gurken oder Himbeeren kennzeichnet sich eine 
Beerenfrucht durch im Fruchtfleisch eingelegte Samen.

 

Die Vielfalt bei Kürbissen ist enorm. In der Familie der Kürbisgewächse gibt es weltweit ca. 800 Sorten.

Diese Sorten unterscheiden sich in Größe, Form und Farbe. Der Kürbis ist mir auch sehr sympathisch, weil er sich nicht eindeutig in eine Schublade einordnen lässt. Er ist irgendwie Obst aber auch Gemüse – ein Fruchtgemüse eben. Er gehört eigentlich wie Himbeeren oder Gurken zu den Beeren.

Die Beere kann rund, oval oder birnenförmig sein und verschiedene Farben aufweisen. Typisch orange bis gelb und grün oder schwarz. Zu den beliebtesten Sorten zählen u. a. Butternut, Ambercup, Muscade de Provence sowie der Hokkaido. Oder kennst du schon den Spaghettikürbis? Mit seinem fädigen Fruchtfleisch hat er viele Fans und lässt sich tatsächlich als Spaghettiersatz verwenden.

Ob ein Kürbis reif ist, kannst du ganz leicht testen. Einfach mit der Faust leicht auf den Kürbis klopfen. Wenn du ein hohles Geräusch hörst, dann ist er reif. Zudem kann ein leicht vertrockneter Stiel ein Zeichen für die Essreife sein.

Ob als klassische Kürbissuppe, als Kürbispüree oder sogar als Kürbis-Kuchen zum Dessert – die Verwendungsmöglichkeiten in der Küche sind vielfältig. Der leicht süßliche Geschmack macht den nährstoffreichen Kürbis sogar zum Lieblingsessen vieler Kinder.

Lagern sollte man Kürbisse möglichst kühl. So halten sich ganze Exemplare mehrere Monate. Angeschnittene Kürbisse bleiben im Kühlschrank gut zwei Tage frisch. Jeder Speisekürbis kann im Prinzip auch ohne Bedenken roh gegessen werden, wobei mir die meisten Sorten gekocht einfach besser schmecken. Nur bei Zierkürbissen ist das anders: Sie sehen zwar hübsch aus, sollten aber nicht auf dem Speiseplan landen. Der Bitterstoff Cucurbitacin kann Übelkeit und Bauchschmerzen auslösen.

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Volle Vitaminpower

Ob für kleine oder große Genießer – ich finde, der Kürbis ist einfach für jeden etwas. Das Fleisch enthält wenig Kalorien, aber dafür wichtige Nährstoffe und gesundheitsfördernde Stoffe. Ähnlich wie Melonen und Gurken bestehen sie zu rund 90 % aus Wasser.

Kürbisse enthalten Carotinoide, die als Antioxidanzien der Bildung von Radikalen im Körper entgegenwirken und unsere Zellen vor Schäden bewahren können. Carotinoide gelten deshalb als Schutzfaktor gegen bestimmte Krebsarten sowie Herz- und Gefäßkrankheiten. Das bekannteste Carotinoid heißt beta-Carotin, ist die Vorstufe von Vitamin A und sehr wichtig für die Sehkraft. Es zählt gleichzeitig zu den sekundären Pflanzenstoffen, von denen in Kürbissen auch die so genannten Phytosterine (pflanzliche Hormone) vorkommen und im Körper positive Wirkungen wie die Senkung des Cholesterinspiegels bewirken können.

An Mineralien kommt besonders viel Kalium vor, das im Flüssigkeitshaushalt des Körpers eine wichtige Rolle spielt. Kürbisse liefern zudem wertvolle Ballaststoffe, die unsere Verdauung anregen und positiv beeinflussen. Außerdem enthält Kürbisfleisch kleine Mengen an Kalzium, Magnesium, Phosphor, Eisen, Zink, Selen, B-Vitamine und die Vitamine E und C.

 

Kürbiskerne & Kürbiskernöl – die wertvollen Fettlieferanten

So farbenfroh Herbsttage auch sind: Wenn es immer früher dunkler wird, schlägt das oft auf die Stimmung. Hier helfen Kürbiskerne! Die darin enthaltene Aminosäure Tryptophan ist an der Produktion von Glückshormonen beteiligt – der perfekte Stimmungsaufheller. Schon eine Handvoll am Tag reicht. In den Kernen stecken zudem wichtige Omega-3-Fettsäuren, die sich unter anderem positiv auf den Blutdruck auswirken.

Und keine Sorge: Die gesunden Inhaltsstoffe gehen beim Kochen nicht verloren. Beta-Carotin kann sogar im erhitzten Zustand im Verdauungstrakt leichter verwertet werden. Kürbiskerne liefern durch den hohen Fettanteil viele Kalorien. Man sollte sie also sparsam dosieren, zum Beispiel als Topping für einen Salat. Durch ihren hohen Fettgehalt sind sie wie andere Kerne und Nüsse gut zur Ölgewinnung geeignet. Kürbiskernöl hat ein nussiges Aroma und ist dazu sehr gesund: Studien belegen, dass insbesondere das Vitamin E und die Linolsäure im Kürbiskernöl wirksam sind. Sie können den Cholesterinspiegel senken und sollen Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen. Damit alle gesunden Inhaltsstoffe wirken können, sollte Kürbiskernöl nicht erhitzt werden.

 

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Kürbis macht also eindeutig nicht nur als Statist in Disney-Filmen glücklich und eine gute Figur. Neben seiner tollen Farbvielfalt und seinem Kürbisöl ist er in der Küche ein wahres Multitalent. Einsatzfähig für viele leckere Rezepte. Ich esse ja am liebsten Kürbissuppe. Aber wie schon gesagt, es muss nicht immer Suppe sein. Auch als Pfannen- oder Ofengericht schmecht er richtig gut. Wenn ihr euch davon gerne selbst überzeugen möchtet, solltet ihr unbedingt mal den Kürbiskuchen von Küchenkränzchen ausprobieren, die Kürbis-Pommes von GourmetGuerilla oder meine klassische Kürbissuppe.

 

Rezept – Kürbiscremesuppe

Zutaten (für 4 Personen):

  • 500 g Kürbis (ich nehme gerne den Hokkaido, weil ich da nicht schälen muss)
  • 1 Zwiebel
  • 1 kleines Stück Ingwer
  • 2 EL Olivenöl
  • 500 ml Gemüsebrühe
  • 200 g Schlagsahne
  • 200 ml Orangensaft
  • Salz
  • Pfeffer
  • etwas Curry
  • für die Demo: Kürbiskerne und nach belieben Kürbiskernöl oder Balsamicoessig

 

Zubereitung:

  1. Den Kürbis je nach Sorte schälen, sonst entkernen und in ca. 2 cm große Würfel schneiden.
  2. Die Zwiebel abziehen und den Ingwer schälen. Beides fein würfeln.
  3. Zwiebel und Ingwer in dem Olivenöl andünsten. Die Kürbiswürfel hinzufügen und kurz mit dünsten.
  4. Gemüsebrühe, Sahne und Orangensaft dazugeben. Alles bei mittlerer Hitze ca. 20 Minuten köcheln lassen.
  5. Kürbissuppe vom Herd nehmen und mit dem Stabiler fein pürieren. Mit Salz, Pfeffer und etwas Curry abschmecken.
  6. Zum Servieren die Suppe auf vier Schalen verteilen und mit ein paar Kürbiskernen und nach Geschmack Kürbiskernöl oder Balsamicoessig anrichten.

Nährwerte: Energie 203 kcal/ 839 kJ; Fett 14,4 g; davon gesättigte Fettsäuren 0,35 g; Kohlenhydrate 13,2 g; davon Zucker 10,5 g; Ballaststoffe 3 g; Eiweiß 2,9 g; Salz 0,1 g

 

Guten Appetit!

Eure Tina

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